Workshops & Vorträge

Leider wird der Workshop POSTKOLONIAL-FEMINISTISCHE THEORIEN von Ismahan Wayah im Rahmen des Sommerfestes nicht stattfinden können. Wir finden das sehr schade und werden den Workshop an einem anderen Zeitpunkt veranstalten!

QUEERFEMINISTISCHE ELTERNSCHAFT
Elternschaft und insbesondere Mutterschaft führt, so scheint es, quasi automatisch in traditionelle Geschlechterrollen. Die Mutter kümmert sich hauptsächlich um das Kind und der Vater um das Einkommen.
Wir möchten schauen, welche Möglichkeiten es gibt dies zu verhindern. Wie kann eine schönes Zusammenleben mit Kindern funktionieren? Wie können Geschlechterrollen bezüglich Elternschaft kritisch hinterfragt und praktisch aufgebrochen werden?
Wenn man sich derzeit die Foren, Bücher und Zeitschriften anschaut, gibt es nicht viele Antworten auf diese Fragen. Ganz im Gegenteil wird die Mutterrolle weiter verfestigt, wenn Stillen, selbstgemachtes Bioessen und bindungsorientierte Elternschaft propagiert wird. Wir möchten gerne mit euch die oben genannten Fragen diskutieren und auch die Konzepte der „artgerechten“ Erziehung in Frage stellen.
Referent*innen: Riotskirts (http://www.riot-skirts.de)

CORE DEFENCE® – ein Selbstschutztraining
Core Defence® ist ein äußerst wirkungsvolles System zum erfolgreichen Umgang mit Gewalt und Aggressionen.
„Wirksam, schnell, konsequent – das ist Core Defence, Selbstschutz ohne Kompromisse. Lerne, dich aktiv vor mentalen und körperlichen Übergriffen zu schützen. Stärke dich, durch ein System, das in jeder Situation funktioniert. Hier trainierst du nicht für die Showbühne, hier trainierst du die Realität.“
Die Grundlage bilden Präventiv- und Deeskalationsmaßnahmen, welche zu 90 % einen Angriff verhindern können. Trainiert werden effektive Techniken und Handlungsweisen, die direkt, konsequent und vor allem realistisch auch in physischen, psychischen und emotional angespannten Situationen umsetzbar sind.
Das Ziel: maximale Wirksamkeit, statt Show.
Aber auch: Spaß an extrem anspruchsvollen Trainingseinheiten!
Core Defence® ist hartes Training, aber fair. Es motiviert und stärkt für alle Lebensbereiche. Gleichzeitig steigert es auf gezieltem Weg das Fitnesslevel und sorgt aktiv für mentalen und körperlichen Stressabbau.
Das Core Defence®-System ist daher weit mehr als reiner Selbstschutz – es ist eine Lebenseinstellung.
Workshop Anleiter*innen:
XSXXL – Kraft und Gelassenheit ist ein Familienunternehmen. Sie haben die Leidenschaft zu traditionellen funktionalen Krafttraining und Core Defence Selbstschutztraining zu ihrem Beruf gemacht. Das Training in diesem Workshop leiten Rebecca und Sebastian Nahrwold gemeinsam.
weitere Informationen unter: www.xsxxl.de

Mitbringen: bequeme Trainings-Klamotten!
Teilnehmen: Wenn ihr schon verbindlich zusagen könnt, schreibt uns bitte eine Anmeldung!


STENCIL-WORKSHOP

„Stencils sind schön und raffiniert wie eine illegale Druckerei – und stehen in der wunderbaren Tradition, für die Verbreitung marginalisierter politischer Ideen benutzt zu werden.“ Queen of the Neighbourhood Collective

Der Workshop richtet sich vor allem an Anfänger*innen, die fertige Stencils sprühen, vorbereitete Motive ausschneiden oder Tipps/Anleitung für das Erstellen erster eigener Motive möchten.
„Alte Hasen“ haben aber nach dem Workshop die Gelegenheit, die Stencilecke zu nutzen und Tipps und Erfahrungen auszutauschen.
Unter den vorbereiteten Motiven sind Portraits aus dem Buch „Revolutionäre Frauen“, einige Motive mit queerfeministischem Bezug und aus irgendeinem Grund ziemlich viele Katzen.
Für eigene Motive können gerne Ideen, Skizzen, (Foto-)Vorlagen mitgebracht werden, ebenso Sachen, die besprüht werden sollen (T-Shirts, Stoffbeutel, Schranktüren …).
Es ist aber auch Aufkleberpapier zum besprühen vorhanden, genauso wie Bastelmesser, Farben etc.
Workshop-Anleiter*innen: Rhina & Carina

HOMO ODER HETE? WEDER NOCH. Ein Workshop zu Monosexismus und weiblicher* Bisexualität
Dieser Workshop richtet sich an alle, die sich kritisch mit Vorurteilen und Diskriminierungsformen weiblicher* Bisexualität auseinandersetzen möchten.
Neben der gemeinsamen Entwicklung einer Begriffsdefinitionen gibt es den Raum, sich mit eigenen (nicht)- Privilegien zu beschäftigen.
Schließlich möchten wir diese Erkenntnisse mit euch in einen größeren, gesellschaftlichen Zusammenhang stellen und Raum für Diskussion bieten.
Inhaltlicher Hinweis: In dem Workshop werden Statistiken präsentiert, in denen auch sexualisierte Gewalt im Zusammenhang mit Monosexismus genannt wird.
Referent*innen: Bine & Frida

STUDENTENVERBINDUNGEN – HOMOPHOBIE UND SEXISMUS IN MÄNNERBÜNDEN
Die meisten Studentenverbindungen sind Männerbünde. Ihre moderne Form entstand zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts, als der einheitliche Nationalstaat erkämpft und die bürgerliche (Geschlechter-) Ordnung durchgesetzt wurde. Wehrhaftigkeit, Mut, Aufopferungsbereitschaft für das nationale Kollektiv und nicht zuletzt Triebbeherrschung und Unterordnung – Studenetenverbindungen hatten immer eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie Männlichkeit zu sein habe und wozu Männer bereit sein müssten. Dies ist jedoch nur durch den Ausschluss von Weiblichkeit und der Abwertung von weiblichen Attributen zu haben: Homophobie und Sexismus stellen daher zwei Kernbestandteile männerbündischer Idealvorstellungen dar.
Im Vortrag soll eine einführende Annäherung an die politischen und psychologischen Grundlagen des Männerbundes vorgenommen und dieser in einen gesellschaftlichen Kontext eingeordnet werden.
Referent*innen: Sub*way: http://subwayonline.wordpress.com/

WO SIND DIE GRRRLS?
»Die Frau in der Musik stört immer«, singen Stereo Total zwanzig Jahre nach Bikini Kill und Co. Es sind nach wie vor überwiegend Jungs bzw. Männer, die sich auf, vor und hinter den Bühnenbrettern vergnügen. Anna Seidel, Münsteraner Literaturwissenschaftlerin und Bloggerin, stellt die Riot-Grrrl-Bewegung der 1990er Jahre vor und fragt nach den Erbinnen im heutigen Musikbusiness.
Referent*in: Anna Seidel

Ausstellung

_MIND THE GAP – Geschichte und Gegenwart queerer (Lebens)Welten
Auf großen Ausstellungstafeln kann in der Baracke Marie Christina Latschs Diplomarbeit, in deren Rahmen am Fachbereich Design der FH Münster das Buch „_ Mind the gap“ entstand, bewundert werden!

„_Mind the gap schafft Raum für Menschen und Handlungen, die nicht den heterosexuellen Normen von Körper, Geschlecht und Begehren entsprechen. Das Buch erzählt, wann, wo und wie diese Menschen ihre Lebenskonzepte in eigener Form umgesetzt und damit gewaltig an den scheinbar so starren Kategorien Mann und Frau, Homo und Hetero gerüttelt haben und es heute noch tun.
_ erzählt davon, wie offen queere Politik, queere Taten, queeres Handeln ist und wie prozesshaft und veränderbar Sexualität, Geschlecht, Begehren und Identität sind. _ nähert sich verschiedenen Definitionsversuchen von queer. _ versucht, einen Einblick in die historischen Prozesse dieser Entwicklung zu geben. _ erzählt von Menschen, die radikale und unerhörte Lebensweisen gelebt und dafür gekämpft haben. _ zeigt Ausbrüche und Grenzüberschreitungen, die das weite Feld der Möglichkeiten beschreiben. _ stellt (Wieder-)Aneignungen des eigenen Subjekts, des Körpers und der Sexualität sowie der Art und Weise des Liebens und Begehrens dar. _ möchte Bewusstsein schaffen und Möglichkeiten der Überschreitung von identitären Grenzen aufzeigen und Mut machen. Mind the gap!“

Das Buch zur Ausstellung könnt ihr außerdem am Samstag käuflich erwerben.

Konzert

KRIKELA
„Krikela kommt aus Köln und macht feminist poetry punk folk. Feministisch, da das Private politisch ist, und ihre Lieder erzählen viel von beidem. Poetisch manchmal, wenn sie z.B. über Zweisamkeit oder über Kunst sinniert. Punk, wenn sie ihre Wut heraus schreit gegen die normale Gesamtscheiße und die patriarchale im besonderen. (Anti-) Folk, wegen der kreativen Neubesetzung von Folksliedern mit z.B. Menstruationsempowerment. Und außerdem weil mit ein paar Akkorden auf der Gitarre rumzupfen – das nennt man doch so, oder?“

http://krikela.net

ALICE DEE
„Alice Dee is a rapper making music for all the freaks out there. Shapes of light in the shadows, an open heart dealing with sadness, enlightenment and revolution. Poetry through an everyday experience of failure. Enough to get depressed… Or to wake up an start building a new home, a better madhouse than our sick society.“

https://www.facebook.com/pages/Alice-Dee/218865498194421
http://www.jamendo.com/en/list/a119343/wunderland

Party
DJ*anes:

kat.sans.plus (mit Anhang aus Köln):
https://www.facebook.com/pages/katsansplus/607846215948137
https://soundcloud.com/kat-sans-plus

Phil (DIN A Queer):
Electroswing, Funk, Balkanbeats & 80s Trash

-------------------------------------------------------------------------------
Glossar
rape culture bezeichnet Gesellschaften, in denen sexualisierte Gewalt & Vergewaltigung verbreitet sind und weitgehend toleriert oder geduldet werden.

weiblich* Das Sternchen hinter hinter diesen Begriffen soll darauf verweisen, dass die Kategorien „Mann“ und „Frau“ (bzw. jene Begriffe, sich sich darauf beziehen, wie „Musikerin“) sozial konstuiert sind.