Wir, eine lose Gruppe aus Menschen, die in Münster queerfeministische Subkultur durch Veranstaltungen stärken wollen, planen ein Sommerfest in der Baracke.

Warum ist das nötig?
Musikerinnen* und Künstlerinnen* sind im Kulturbereich nach wie vor stark unter repräsentiert, so finden sich auch in Räumen wie der Baracke wenige bzw. keine Frauen* in den Veranstaltungsgruppen, genauso wenig wie auf der Bühne. Dem wollen wir entgegenwirken!
Die Vorstellung eines binären Geschlechtermodells in einer nach wie vor stark heteronormativen Gesellschaft stellen wir dabei grundlegend in Frage. Gemeint ist damit, dass sich nicht alle Menschen in die Kategorien Mann oder Frau einordnen (lassen) wollen/können.
In verschiedenen Vorträgen und Workshops soll ein Bewusstsein für Lebens- und Denkweisen jenseits des heteronormativen Mainstreams geschaffen werden. Also:
Queerness auf die Bühne!

Warum in der Baracke?
Die Baracke ist ein studentisch verwaltetes Kulturzentrum und Fachschaftsraum der Politikwissenschaft und Soziologie. Sie ist damit Veranstaltungsort für viele Konzerte und Parties in Münster und liefert als nicht-kommerzieller Raum kulturellen und politischen Freiraum. Leider ist dieser Freiraum dabei nicht frei von Sexismus. Strukturen sind auch hier stark männlich dominiert, zudem kam es in der Vergangenheit immer wieder zu sexistischem Verhalten oder Übergriffen, die so gut wie nie reflektiert wurden.
Darauf haben wir keinen Bock mehr und wollen mit dem Queerfeministischen Sommerfest beginnen, an diesen Strukturen zu arbeiten.

Das Festival wird in einem unkommerziellen Rahmen stattfinden und wir freuen uns über eure Beteiligung und Hilfe!

All Genders Welcome!

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Glossar
Müsikerinnen*, Künstlerinnen*, Frauen*
Das Sternchen hinter hinter diesen Begriffen soll darauf verweisen, dass die Kategorien „Mann“ und „Frau“ (bzw. jene Begriffe, sich sich darauf beziehen, wie „Musikerin“) sozial konstuiert sind. Im Allgemeinen soll der Stern darauf hinweisen, dass auch Leute angesprochen sind, die sich nicht (nur) als männlich oder weiblich identifizieren, wie bspw. Genderqueere, Trans* oder Intersexuelle. Eine Person, die sich jedoch als weiblich bzw. männlich definiert IST weiblich oder männlich, ob transsexuell oder nicht. Transsexuelle Männer/Frauen werden durch den Stern also nicht angesprochen, sondern eben durch „Mann“ oder „Frau“.

Heteronormativ bedeutet, dass sexuelles und emotionales Begehren zwischen „Frau“ und „Mann“ in unserer Gesellschaft immer noch als die Norm, d.h. „normal“ angesehen wird und alle andere Formen von Begehren als Abweichungen davon verstanden werden.